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BVB-Boss Cramer über Schlotterbeck-Abgang und künftige Rolle von Marco Reus

Bezüglich der Vertragsverlängerung von Innenverteidiger Nico Schlotterbeck bis 2031, um die es zuletzt vermehrt Spekulationen über eine kurzfristig greifbare Ausstiegsklausel für internationale Top-Klubs gab, reagierte Cramer mit einem Seitenhieb gegen die Berichterstattung. Bisher habe es noch kein Journalist geschafft, die genaue Vertragskonstellation "zu einhundert Prozent zutreffend wiederzugeben".

Grundsätzlich verteidigte der BVB-Geschäftsführer das Modell von Klauseln im modernen Fußballgeschäft, ohne dabei Details zu Schlotterbeck zu bestätigen: "Die Ausstiegsklausel an sich als Stilmittel in Verträgen per se zu verdammen, ist okay, aber realitätsfremd", so Cramer. Es gebe immer wieder Situationen, in denen man auf besondere Bedingungen eingehen müsse. Ausstiegsklauseln gehörten mal zum Werkzeug des Vereins, mal zu dem des Spielers. Wie genau diese beim BVB eingesetzt werden, werde man jedoch auch künftig nicht öffentlich kommentieren.

Cramer kündigt Reus-Rückkehr an

Zudem äußerte sich Cramer zur Personalie Marco Reus. Der langjährige Dortmunder Anführer lässt seine Karriere derzeit in der US-amerikanischen MLS bei Los Angeles Galaxy ausklingen. Die Verbindung in die Heimat sei laut Cramer jedoch weiterhin intensiv: "Der Kontakt ist nie abgerissen. Marco ist ein Dortmunder Junge."

Der BVB plant bereits für die Zeit nach der aktiven Karriere des Offensivspielers. Cramer betonte, dass man sich eine verstärkte Zusammenarbeit gut vorstellen könne, um von der enormen Strahlkraft des Routiniers zu profitieren. "Er wird zukünftig weiter als Botschafter für den BVB arbeiten", kündigte Cramer an. Dies solle völlig unabhängig davon geschehen, ob Reus dauerhaft in den USA wohnen bleibe oder in das Ruhrgebiet zurückkehre. Schon im Rahmen der Klub-WM habe es bereits erste gemeinsame Aktionen gegeben.

Neben den Personalien hob Cramer im rund zweistündigen Gespräch die gesellschaftliche Bedeutung von Borussia Dortmund hervor. Gerade in unruhigen Zeiten fungiere der Verein für viele Menschen als emotionaler Anker. Während Institutionen wie Kirche oder Politik ins Straucheln gerieten, besitze die "schwarzgelbe Fußballfamilie" weiterhin eine starke Bindungskraft.

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