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Ohne Kompany: Bayern bereit für den CL-Kracher in Paris

"Das ist der schwerste Brocken. Aber um ehrlich zu sein, vor Real Madrid hatte ich mehr Angst", sagte Münchens Patron Uli Hoeneß vor dem Abflug zum Halbfinal-Kracher am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video) entspannt. PSG sei zwar "eine Super-Mannschaft. Ich habe noch nie eine Mannschaft gesehen, die ein Endspiel so dominiert hat. Aber mein Bauch sagt mir, dass wir weiterkommen."

Zum Match-Center: PSG vs. Bayern München

Auf seinem Weg zum Finale in Budapest und zum Triple will sich der deutsche Rekordmeister auch von der Übermannschaft aus Paris um Trainer Luis Enrique nicht aufhalten lassen. Kompany sprach anerkennend von der "allerschwierigsten Aufgabe", aber: "Der Glaube ist da, dass wir das machen können."

Der 40-Jährige wird nach seiner Gelbsperre aus dem Viertelfinal-Spektakel gegen Real (4:3) allerdings nur auf der Tribüne des Prinzenparks sitzen und von seinem Assistenten Aaron Danks vertreten. Ärgerlich, aber "nicht wichtig. Die Mannschaft wird das lösen. Ich habe volles Vertrauen – und beim Rückspiel bin ich ja wieder dabei", sagte Kompany gelassen.

"Natürlich werden wir ihn an der Seite vermissen. Er ist unser Leader", ergänzte Torjäger Harry Kane. Aber im Grunde genommen wisse jeder aus der Mannschaft, "was zu tun ist, auch wenn der Boss nicht an der Seite ist". Kompanys Team um Danks werde es sicher "gut hinbekommen", betonte Sportdirektor Christoph Freund.

Duell "auf Augenhöhe"?

Zumal die Super-Bayern bei ihrem Gipfelsturm derzeit allen Widrigkeiten trotzen – selbst einem 0:3 zur Pause in Mainz. Der 4:3-Erfolg sei ein möglicher "Schlüsselmoment" in den entscheidenden Wochen, unterstrich Kompany. Dies gebe "ganz, ganz viel Energie", fügte Freund an: "Die Mannschaft ist ganz was Besonderes, dieser Teamgeist, diese Mentalität – das ist wirklich einmalig."

Umso größer ist der Glaube, auch gegen PSG, das Liverpool im Viertelfinale ohne größere Probleme ausgeschaltet hatte, bestehen zu können. Torwart Manuel Neuer sah die Bayern in den direkten Duellen der vergangenen Jahre schon "auf Augenhöhe". Seit dem Final-Triumph 2020 (1:0) hatte es in sieben Partien fünf Bayern-Siege gegeben, schmerzhaft war allerdings das Aus im Viertelfinale der Klub-WM 2025 mit dem Verletzungsschock um Jamal Musiala (0:2).

Beim jüngsten Duell in der Gruppenphase, als die Bayern nach einer Halbzeit mit Fußball von einem anderen Stern 2:1 in Paris gewannen, hatte Musiala deshalb gefehlt. Jetzt nähert sich der WM-Hoffnungsträger wieder seiner Zauberform und soll gegen PSG ein wichtiger Faktor sein.

Und zwar in einem "vorweggenommen Finale", wie Sportvorstand Max Eberl meinte: "Beide Mannschaften stehen für einen aktiven, attraktiven Fußball, hohe Intensität, aktives Anlaufen, Qualität vom Allerfeinsten. Es werden Nuancen diese Spiele entscheiden."

Für Vizekapitän Joshua Kimmich treffen "die beiden momentan besten Teams Europas aufeinander". Er warnte entsprechend vor den Franzosen um Dembélé und den allerdings zuletzt angeschlagenen Mittelfeldstar Vitinha: "Man muss schon sagen, dass die immer zur Primetime in Form kommen." Vorstandschef Jan-Christian Dreesen schob dem Titelverteidiger sogar die Favoritenrolle zu: "Wenn einer Favorit ist, dann Paris."

Für Enrique ist jedoch "nicht wichtig", wer als Favorit in das Topspiel gehe. "Entscheidend ist, wer sein Niveau auf dem Platz zeigt", sagte der Spanier vor dem Wiedersehen mit der "besten Mannschaft der Welt", wie er die Münchner umschmeichelte. Seine Stars seien aber "bereit", im Endspurt "Trophäen zu gewinnen".

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