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Bis zu 85.000 Ticketanfragen: Das Essener Herz schlägt - und Hrubesch fiebert mit

Eine mögliche rot-weiße Gefühlsexplosion kann Horst Hrubesch zwar nicht vor Ort erleben, der alten Liebe wird er am Freitag aber trotzdem ganz nahe sein. "Mein Herz schlägt natürlich immer noch für Essen", erzählte der ehemalige Erfolgsstürmer aus Essener Bundesligazeiten dem SID, er habe den Verein "die ganzen Jahre immer verfolgt". Und natürlich drückt Hrubesch auch im Aufstiegskampf ganz fest die Daumen.

Rot-Weiss Essen, dieser zwischenzeitlich so tief gefallene Traditionsklub aus dem Pott, kann bereits am Freitag (20.30 Uhr/Sat.1) gegen Greuther Fürth im Hinspiel der Relegation den ersten Schritt zur lang ersehnten Zweitliga-Rückkehr machen. Und was das dem Verein nach fast 20 Jahren bedeuten würde, "darüber brauchen wir nicht zu diskutieren", sagte Hrubesch.

Essen, betonte der Europameister von 1980, müsse "eigentlich mindestens in der zweiten Liga spielen". Zuletzt war dies jedoch im Jahr 2007 der Fall, es folgten Jahre des Leids - Abstiege, Insolvenz, sportlicher Misserfolg. 14 Jahre kickte der deutsche Meister von 1955 nicht im Profifußball, erst 2022 gelang der Aufstieg in die 3. Liga.

Zum Match-Center: SSV Ulm vs. Rot-Weiss Essen

Bis zu 85.000 Ticketanfragen

Vier Jahre später träumt Essen wieder ganz groß - und setzt im Stadion an der Hafenstraße auf die geballte Kraft seiner Fans. Das "traumhafte Publikum" kennt auch Hrubesch, der in 93 Spielen für den Verein unglaubliche 85 Tore erzielte. Die Essener Spielstätte werde "rappelvoll sein", kündigte der 75-Jährige an, die Zuschauer würden das Team sicherlich "an allen Ecken und Enden unterstützen".

Längst ist das Hinspiel restlos ausverkauft, die Nachfrage war gigantisch - bis zu 85.000 Tickets für den Heimbereich hätten verkauft werden können, teilte die Essener mit. Die Euphorie in der Stadt ist riesig.

Einfach wird die Aufgabe gegen die Zweitliga-Experten aus Fürth allerdings nicht. In Noel Futkeu bringt der Tabellen-16. den besten Torschützen der Saison mit ins Ruhrgebiet. Rot-Weiss muss hoffen, dass nicht ausgerechnet der "Essener Jung" für Tristesse zu Hause sorgt.

Hrubesch zumindest ist sich sicher: Eigentlich könne sein Ex-Klub "nur gewinnen, nicht verlieren", erklärte er: "In diesen Spielen kann man eigentlich nur alles reinpacken, was man hat." Und auch der Edelfan wird ordentlich mitfiebern - wenn auch nur aus der Ferne.

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