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Im Kampf gegen den Aberglauben: DFB-Frauen wollen WM-Ticket lösen

Wenn alles nach Plan läuft, kann sich Wück ab Freitag kommender Woche mit möglichen Herbergen für die Endrunde im kommenden Jahr beschäftigen. Mit einem Sieg gegen Norwegen in Köln (20.35 Uhr/ARD) kann die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ihr Ticket lösen. Der zweimalige Weltmeister führt die Gruppe A4 nach dem jüngsten 0:0 in Österreich aber nur noch mit einem Punkt vor den Skandinavierinnen an. Ein Remis ist also Pflicht, wenn das DFB-Team zur Not vier Tage später in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana (18.00 Uhr/ZDF) ihr Schicksal selbst bestimmen will.

"Unser Ziel ist klar: Wir wollen diese Gruppe als Erster abschließen und uns direkt für die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien qualifizieren", bekräftigte Wück, der seine Schützlinge ab Montag in Köln um sich scharen wird: "Dafür werden wir in den kommenden Spielen alles investieren – mit maximaler Konzentration, Leidenschaft und Teamgeist."

Ausfälle treffen DFB-Frauen "hart"

Der Teamgeist wird nötig sein, schließlich plagen Wück personelle Sorgen. Schon seit einer Woche ist klar, dass er ohne Kapitänin Giulia Gwinn auskommen muss. Die Rechtsverteidigerin fehlt aufgrund einer Schulteroperation. Auch Stürmerin Nicole Anyomi muss wegen einer Verletzung verzichten. Innenverteidigerin Janina Minge ist gegen Norwegen gesperrt.

"Die Ausfälle treffen uns natürlich. Gleichzeitig wissen wir, dass andere Verantwortung übernehmen werden", sagte Wück: "Wir haben großes Vertrauen in unseren Kader, in jede einzelne Spielerin. Jede weiß, worum es geht, und wir wissen, dass die Mannschaft bereit ist, das WM-Ticket zu lösen."

Ob bei dieser Mannschaft Ann-Katrin Berger im Tor stehen wird, ist allerdings auch noch nicht sicher. Die zuletzt erlittene Bauchverletzung könnte zum Problem für die 35-Jährige werden. "Sie hat eine Nacht im Krankenhaus verbracht, aber es ist nichts Strukturelles kaputt", berichtete Wück: "Sie hat noch Schmerzen. Sie geht aber davon aus, dass in den nächsten Tagen besser wird. Wir gehen also davon aus, dass es funktioniert - haben aber auch einen Plan B, falls etwas dazwischen kommt."

Als Ersatztorhüterinnen sind Stina Johannes und Ena Mahmutovic nominiert. Wer von beiden als erste Vertreterin für Berger infrage käme, ließ Wück offen. Beim Blick auf die Feldspielerinnen kann sich der Coach immerhin über die Rückkehr der zuletzt verletzt fehlenden Klara Bühl, Sophia Kleinherne, Kathrin Hendrich und Marie Müller freuen.

Rechtfertigen musste sich Wück dafür, dass er auf Laura Freigang verzichtet. "Wir sehen andere Spielerinnen auf ihrer Position vor ihr", sagte der Bundestrainer über die lediglich auf Abruf stehende Kapitänin von Eintracht Frankfurt: "Das Gespräch mit ihr war hart, sie hat aber professionell reagiert und weiß, dass die Tür nicht zu ist."

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