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Lionel Scaloni im Profil: Vom Interimstrainer zum Weltmeister

Lionel Scaloni (Argentinien)

GEBURTSDATUM: 10. Juni 1959 

NATIONALITÄT: Argentinien

IM AMT SEIT: Juli 2022

TAKTISCHES PROFIL: Flexibler Pragmatismus / Fokus auf defensive Kompaktheit

GRÖSSTE ERFOLGE ALS TRAINER: WM-Titel 2022, Gewinn der Copa América 2021 & 2024 (Argentinien)

Vom Interimstrainer zum Weltmeister

Als Lionel Scaloni im Sommer 2018 das Ruder bei der argentinischen Nationalmannschaft übernommen hat, herrschte landesweit grenzenlose Skepsis. Die mittlerweile verstorbene Legende Diego Maradona polterte damals, Scaloni könne "nicht einmal den Verkehr regeln, geschweige denn das Nationalteam".

Ohne nennenswerte Erfahrung als Cheftrainer galt der ehemalige Co-Trainer von Jorge Sampaoli als bloße Übergangslösung. Doch acht Jahre später ist die "Scaloneta" – wie das Team von den Fans liebevoll getauft wurde – eine der stabilsten Mächte des Weltfußballs.

Scalonis Geheimnis liegt in seinem unaufgeregten Pragmatismus. Im Gegensatz zu vielen seiner Vorgänger verzichtet er auf ideologische Grabenkämpfe. Stattdessen glänzte er durch hohe emotionale Intelligenz. Durch die langjährige Zusammenarbeit verfügt seine Mannschaft über genügend taktische Variante, um sich jedem Gegner anpassen zu können, ohne die eigene Identität zu verlieren.

Er baute um den alternden Superstar Lionel Messi ein Gefüge auf, das nicht nur aus Mitläufern, sondern aus zahlreichen Zuarbeitern besteht, die La Pulga ideal in Szene setzen sollen.

Doch auch die Zukunft hat Scaloni im Blick. Er stattete Talente wie Julián Álvarez, Enzo Fernández und Alexis Mac Allister früh mit großer Verantwortung aus und ermöglichte ihnen dadurch einen wichtigen Sprung in der eigenen Entwicklung.

Der Triumph in Katar 2022 war kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis einer akribischen Entwicklung, die bereits mit dem Gewinn der Copa América 2021 ihren Anfang genommen hat. Bei der WM 2026 steht Scaloni nun vor seiner größten Herausforderung: der Titelverteidigung.

Allzu häufig ist Argentinien in der Vergangenheit an den gigantischen Erwartungen in der Heimat zerbrochen. 2026 wirkt das Team aber gefestigter denn je. Scaloni hat bewiesen, dass Autorität nicht durch laute Worte, sondern durch Resultate und Empathie entsteht. Für die Fans in Argentinien ist er längst kein "Verkehrsregler“ mehr, sondern der Architekt einer neuen Zeitrechnung.

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