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Ein Titel zum Abschied? Noah Atubolus Traum von Istanbul und der Insel

Seinen größten Karriereträumen könnte Noah Atubolu am 20. Mai gleich in doppelter Hinsicht ganz nahe kommen: Erreicht der Keeper mit dem SC Freiburg das Endspiel in der Europa League, greift er mit dem Klub im Besiktas-Park von Istanbul nach dem ersten internationalen Titel der Vereinsgeschichte. Gegenüberstehen würde den Breisgauern, so viel ist schon klar, eine Mannschaft aus der Premier League: Nottingham Forest oder Aston Villa. Teams also, gegen die Atubolu nach dem erhofften Gewinn des Europacups künftig am liebsten gerne häufiger spielen würde.

Match-Center: SC Freiburg vs. Sporting Braga

Aus seinem Sehnsuchtsziel Premier League hat der 23-Jährige nie einen Hehl gemacht. "Von klein auf" sei er "großer Fan" der englischen Eliteliga, verriet Atubolu bereits im vergangenen Jahr der Sport Bild - "und natürlich ist es das Ziel eines jeden Spielers, das Beste zu erreichen."

Ein Wunsch, der für Atubolu im Sommer in Erfüllung gehen könnte. Schon sein Beraterwechsel Anfang des Jahres war ein klarer Hinweis dafür, dass das Freiburger Eigengewächs den nächsten Schritt anstrebt. An Interessenten mangeln dürfte es nicht. Ein Jahr vor seinem Vertragsende in Freiburg hat sich Atubolu, dessen Marktwert bei rund 20 Millionen Euro liegt, in den Fokus zahlungskräftiger Klubs nicht nur von der Insel gespielt.

Mit konstanten Topleistungen in seinem dritten Profijahr im Breisgau trägt der Torhüter entscheidend dazu bei, dass der Sport-Club in der Bundesliga beste Aussichten auf Platz sieben und die erneute Qualifikation für den internationalen Wettbewerb hat. Zudem will das Team von Trainer Julian Schuster am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL) im Halbfinal-Rückspiel der Europa League gegen Sporting Braga das Endspiel-Ticket nach Istanbul buchen - trotz des unglücklichen 1:2 in der Vorwoche in Portugal.

Durchgehend "starke Leistungen"

Auch dort überzeugte Atubolu, hielt sein Team beim Stand von 1:1 mit einem stark parierten Elfmeter im Spiel - gleichzeitig entschärfte er damit den sechsten der vergangenen sieben Strafstöße gegen sich. Und wurde dann doch noch zur tragischen Figur, als er in der Nachspielzeit den Ball vor die Füße von Bragas Siegtorschützen Mario Dorgeles abprallen ließ.

Ein seltenes Missgeschick des Keepers, der bei RTL erklärte, den Ball zuvor nicht gesehen zu haben. Von den Gerüchten um seine Person jedenfalls zeigt sich Atubolu in seinen Leistungen insgesamt unbeeindruckt. "Es ist sehr bemerkenswert, wie sehr Noah bei sich ist und in sportlicher Sicht unberührt von seinem Zukunftsthema starke Leistungen bringt", lobte Freiburgs Sportdirektor Klemens Hartenbach jüngst.

Und so könnte schon bald ein weiterer Traum für Atubolu in greifbare Nähe rücken: Zweimal wurde er bereits von Bundestrainer Julian Nagelsmann für die Nationalmannschaft nominiert, ein Länderspiel fehlt ihm bislang. Der WM-Zug dürfte diesmal noch ohne Atubolu abfahren. Und doch traf sogar Manuel Neuer bereits zu Saisonbeginn eine eindeutige Prognose: "Ihm stehen alle Türen offen für die Zukunft."

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