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"Kvaradona": Khvicha Kvaratskhelia auf den Spuren des "GOAT"

Khvicha Kvaratskhelia. Dass der unter diesem Zungenbrecher bekannte Fußballstar einen einfacheren Spitznamen braucht, liegt auf der Hand. Aber muss es gleich "Kvaradona" sein? Nach Diego Maradona, dem Allergrößten? "Ich bin stolz auf diesen Spitznamen", sagte Khvicha Kvaratskhelia vor wenigen Tagen, "aber er ist auch eine Last: Du musst in jedem Spiel aufs Neue beweisen, dass du ihn verdient hast."

Das tut er - und wie! Auch der Doppelpack des begnadeten Linksaußen bescherte Titelverteidiger Paris Saint-Germain ein 5:4-Polster für das Halbfinal-Rückspiel der Champions League am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) beim FC Bayern. Der 25-Jährige erwies sich seit seinem Wechsel von der SSC Neapel, wo sie ihm nach ihrem ewigen Idol seinen großen Spitznamen verliehen haben, als fehlendes Puzzleteil im PSG-Angriff. Mit Kvaratskhelia ist Paris noch gefährlicher, unberechenbarer, tödlicher geworden - und eine wesentlich besser ausbalancierte Mannschaft.

Match-Center: Bayern München vs. Paris Saint-Germain

Eine Ode an Maradona

"Er ist ein Krieger", sagte Luis Enrique über "Kvara", wie der PSG-Trainer ihn nennt. "Ich spreche nicht über seine Qualität", meinte der Spanier, "die kennt jeder." Die Beidfüßigkeit, die überragende Physis, die Eleganz und seine Finten, die unfassbare Beschleunigung im Eins-gegen-eins. Nein, "ich spreche über seinen Charakter", betonte Enrique, "darüber, wie er verteidigt. Das ist extrem wichtig. Er ist ein außergewöhnlicher Spieler."

Das haben sie schon bei Napoli gesehen, das "Kvaradona" 2023 als bester Spieler der Serie A zur ersten Meisterschaft seit 1990 mit Maradona führte. "Es ist schön, mit dem GOAT verglichen zu werden", sagte Kvaratskhelia über den "Greatest of all time", in Neapel sei Maradona "ein Gott, jede Familie hat sein Bild im Haus. Aber keiner kann sich mit ihm vergleichen, er ist der beste Spieler der Geschichte."

Einer, der gerne im Mittelpunkt stand - anders als sein "Erbe". Der Hauptgrund für seine überragende Form? "Weil wir wunderbare Spieler haben, die mir helfen, diese Dinge zu tun." Diese Dinge - zehn Tore und fünf Vorlagen in der Königsklasse in dieser Saison sind Klubrekord.

Paris ließ sich den Kapitän der georgischen Nationalelf, der für Neapel in 191 Spielen 46 Tore erzielte und 48 vorbereitete, im Januar 2025 bis zu 80 Millionen Euro kosten. Natürlich traf er auch beim Finaltriumph in München vor einem Jahr.

CR7 als großes Idol

Als kleiner Junge auf den Straßen von Tiflis eiferte er mit einem selbst gemalten Trikot Guti nach, dem Mittelfeld-Idol von Real Madrid. Später war Cristiano Ronaldo sein Vorbild, dessen "7" er bei PSG trägt. "Ich spiele Fußball", sagte er, "weil ich auf dem Platz glücklich bin. Ich gehe auf den Platz, um zu genießen."

Paris bietet ihm dafür Top-Voraussetzungen. Nicht nur wegen seines kongenialen Sturmpartners, Weltfußballer Ousmane Dembélé ("Es ist ein Vergnügen, ihn neben dir zu haben"). Er habe "noch nie jemanden gesehen, der traurig zum Training gekommen wäre", sagte Kvaratskhelia, "wenn du hier dabei sein darfst, musst du ein Lächeln im Gesicht haben. Wir sind alle Freunde, wie eine Familie."

Und zwar eine, die sich mit Feuereifer in das nächste Spektakel stürzt. "Wir sind zu allem in der Lage", sagte Kvaratskhelia, "und können jeden schlagen." Auch dank "Kvaradona".

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