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Peps Lieblingskollegin: Bringt "Organisationstalent" Krüger beim HSV die Ruhe zurück?

Kathleen Krüger weiß, worauf sie sich da einlässt. Ein großer Verein, riesige Ansprüche, emotionale Fans: Das alles hat sie jahrelang beim FC Bayern erlebt, das alles dürfte ihr bald auch beim Hamburger SV blühen. Allerdings wartet im Schatten des Volksparks eine noch prestigeträchtigere Rolle auf Krüger; als Sportvorständin soll sie im Sommer auf den im Dezember geräuschvoll abgewanderten Stefan Kuntz folgen.

Verschiedene Medien hatten am Mittwoch über die anstehende Verpflichtung berichtet - die überraschende Vertragsunterschrift der 40-Jährigen soll nur noch Formsache sein, auch wenn sich der Verein zunächst bedeckt hielt. Aktuell noch ist Krüger als Leiterin Organisation und Infrastruktur beim deutschen Rekordmeister tätig. Einen Namen aber hat sie sich als langjährige Teammanagerin gemacht.

"Sie ist die, die die Mannschaft zusammenhält", sagte Thomas Müller einst über Krüger, die mit den Bayern 2020 das Triple gewann. Ob in der internen WhatsApp-Gruppe oder im privaten Gespräch: Krüger war immer ganz nah dran an den Spielern. Auch Ex-Coach Pep Guardiola schwärmte regelmäßig vom Organisationstalent der gebürtigen Bayerin, bot ihr später gar indirekt eine Stelle bei Manchester City an.

Krüger lehnte dankend ab, stattdessen zieht es sie nun wohl in die Hansestadt. Nach dem Kuntz-Beben Ende vergangenen Jahres hatte sich der HSV lange Zeit gelassen, die Stelle des Ex-Nationalspielers neu zu besetzen; sogar eine Headhunter-Agentur wurde eingeschaltet. Claus Costa agiert seither in Doppelfunktion und hat dabei bislang durchaus überzeugt, nun aber rückt er im Sommer zurück ins zweite Glied. Er soll sich wieder ausschließlich auf seine Aufgaben als Sportdirektor fokussieren.

"Leidenschaft" zur Etablierung in der Bundesliga

Krüger hingegen wird zusammen mit Eric Huwer den Vorstand bilden - und macht damit den nächsten großen Karriereschritt. Angefangen hatte ihre Fußball-Laufbahn als Spielerin. Unter anderem kickte sie fünf Jahre für die Bayern-Frauen, ehe sie 2009 auf Initiative von Uli Hoeneß als Assistentin von Sportdirektor Christian Nerlinger ihre Funktionärskarriere startete. "Hart für etwas zu arbeiten, das wir lieben, nennt man Leidenschaft", schreibt sie in ihrem LinkedIn-Profil. Und mit dieser Leidenschaft will sie dem HSV helfen, sich weiter in der Liga zu etablieren.

Eine Pionierin ist Krüger dabei tatsächlich nur teilweise. Schon von 2003 bis 2011 schaffte es Katja Kraus als damals erste weibliche Vorständin der Fußball-Bundesliga in die hohe Funktionärsebene beim HSV, aber qua Amt im Marketing-Bereich. Krügers nahende Verpflichtung ist in jedem Fall ein weiteres Signal für die längst überfällige Stärkung der Position von Frauen in der Männerdomäne Männerfußball.

Zuletzt hatte Marie-Louise Eta bei Union Berlin als erste Trainerin in einer der europäischen Topligen für ein vielbeachtetes Debüt gesorgt, bei RB Leipzig fungiert Tatjana Haenni seit Januar als CEO. Weitere Frauen in Spitzenpositionen könnten in den kommenden Jahren folgen - auch dank des unbändigen Ehrgeizes von Kathleen Krüger.

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