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WM 2026: Torontos Bürgermeisterin will Einsätze von US-Behörde ICE verhindern

In einem offiziellen Antrag warnt Chow davor, dass die Beamten, die unter der Trump-Regierung für großflächige Abschiebungen in US-Metropolen bekannt wurden, das Sicherheitsgefühl untergraben könnten. "Die Anwesenheit dieser Behörde birgt die Gefahr, Misstrauen zu schüren – und das in einer Zeit, in der wir die Welt willkommen heißen und allen Gästen ein sicheres Umfeld bieten wollen", heißt es in dem Dokument.

Zwar unterhält das ICE laut eigener Website Büros in über 50 Ländern, darunter auch in den kanadischen WM-Spielorten Toronto und Vancouver. Allerdings sind ihre Befugnisse im Ausland stark limitiert; ohne die ausdrückliche Zustimmung des Gastlandes dürfen sie keine Exekutivmaßnahmen durchführen.

Wachsende Besorgnis vor dem Turnier

Die Sorge unter den Fans ist dennoch groß. Da das ICE in den USA landesweit Razzien gegen Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus durchführt, fürchten viele Besucher die Reise zum Turnier (11. Juni bis 19. Juli). Die Spannungen verschärften sich zusätzlich durch einen Vorfall im Januar in Minneapolis, bei dem zwei Demonstranten während eines ICE-Einsatzes getötet wurden, was internationale Empörung auslöste.

Für Bürgermeisterin Chow ist die Bilanz der Behörde eindeutig: Mit den Aktionen in Minnesota und in den gesamten USA habe das ICE bewiesen, dass es "Angst säe, statt Sicherheit zu schaffen".

Ähnliche Konflikte gab es bereits in Europa: Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina kam es zu massiven Protesten gegen die Anwesenheit von ICE-Beamten. Die italienische Regierung betonte damals jedoch, dass die US-Behörde keinerlei "operative" Befugnisse vor Ort besessen habe.

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