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Kuffour überzeugt von Triple: "Das ist Bayerns Jahr" – Kritik an deutscher Mentalität

Wenn Samuel Kuffour über den FC Bayern München spricht, dann mit Überzeugung. Der ehemalige Innenverteidiger, der 2001 die UEFA Champions League gewann, sieht seinen früheren Klub auf dem Weg zum nächsten großen Triumph. "Natürlich kann Bayern die Champions League gewinnen. Ich denke, das ist unser Jahr", erklärte er. "Die Champions League ist so kritisch geworden, so schwierig, dass alles möglich ist, wenn man unter die letzten Vier kommt."

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Im Halbfinale wartet mit Paris Saint-Germain ein Schwergewicht – und der Titelverteidiger. Kuffour warnt dennoch vor Selbstzufriedenheit: "Ich werde nicht hier sitzen und sagen, dass wir es auf dem Silbertablett serviert bekommen. Sie sind eine gute Mannschaft. Diese beiden Spiele werden zeigen, wie stark Bayern München mental ist."

Kompany begeistert: "Einer der besten Trainer der Welt"

Ein zentraler Faktor für Bayerns starke Saison ist Trainer Vincent Kompany. Der frühere Kapitän von Manchester City hat dem Team eine klare Spielidee verpasst und überzeugt national wie international. Auch Kuffour zeigt sich beeindruckt: "Er hat die Liga gewonnen. Letztes Jahr ist er im Viertelfinale der Champions League gegen Real Madrid ausgeschieden. Jetzt steht er im Halbfinale."

Besonders hebt er die Bedeutung Kompanys über den Sport hinaus hervor: "Er ist der erste schwarze Trainer, der in Deutschland trainiert, und er trainiert auch einen der Topclubs der Welt. Er macht das so gut." Auch die Vergleiche mit Trainergrößen sind laut Kuffour kein Zufall: "Alle sagen: Wow, ist das Pep Guardiola? Ist das Johan Cruyff? Er hat gewisse Dinge übernommen und daraus gelernt."

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Sein Fazit fällt deutlich aus: "Im Moment ist er einer der besten Trainer der Welt. Er hat so viele Türen für schwarze Trainer geöffnet. Und er ist jung."

Scharfe Kritik an Deutschlands Entwicklung

Mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 schlägt Kuffour jedoch andere Töne an. Trotz großer Namen wie Florian Wirtz und Jamal Musiala sieht er die deutsche Nationalmannschaft nicht als Titelkandidaten: "Wenn man nach Deutschland kommt, muss man nur eine Sache lernen, und das ist die Mentalität. Nicht zu verlieren", sagte Kuffour und verwies auf frühere Generationen. 

Er erinnerte an Ikonen wie Lothar Matthäus: "Wenn Lothar im Training verloren hat, dann ist er durchgedreht. (...) Denn die Mentalität ist, dass man nicht verlieren darf." Diese Haltung vermisst er heute: "Ich glaube nicht, dass Deutschland die Weltmeisterschaft gewinnen wird, weil sie noch nicht so weit sind. Der Schwung, die Mentalität, alles hat nachgelassen."

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