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Nach Frankfurt-Aus: Häcken gewinnt Europa-Cup-Finalhinspiel nach Schröder-Treffer

In der stimmungsvollen Kulisse der 3Arena wurden beide Teams von den Heimfans lautstark empfangen – eine Premiere für ein europäisches Finale zwischen zwei schwedischen Klubs. Die Kulisse schien Hammarby jedoch eher zu lähmen: Schon in der dritten Minute brachte Kapitänin Alice Carlsson Torhüterin Melina Loeck mit einem riskanten Rückpass in Bedrängnis, den diese gerade noch klären konnte.

Zum Match-Center: Hammarby IF vs. BK Häcken

Wenig überraschend stand Felicia Schröder, Häckens gefährlichste Angreiferin, sofort im Fokus. Nach einer geschickten Ballmitnahme vergab sie die erste Großchance der Partie nur knapp, da Loeck gedankenschnell aus ihrem Tor eilte.

Kurz darauf verlagerte sich das Geschehen: Die Abwehr der Gäste geriet unter Druck, als ein starker Block einen Volley von Sofia Reidy nach einer Ecke gerade noch abwehrte. In der 15. Minute sah Stine Sandbech nach einem Foul die Gelbe Karte; den anschließenden Freistoß setzte Vilma Koivisto nur haarscharf am Pfosten vorbei.

Auf der linken Seite von Häcken drehte nun Monica Jusu Bah auf. Erst prüfte sie Loeck nach einem Ballgewinn gegen Carlsson mit einem Distanzschuss, dann nutzte sie Mitte der ersten Halbzeit erneut den ihr gebotenen Freiraum. Carlssons unglücklicher Nachmittag fand hier seinen Tiefpunkt: Sie verpasste ein Zuspiel, sodass Jusu Bah unbedrängt querlegen konnte. Schroder schaltete am schnellsten und schob abgeklärt zu ihrem fünften Turniertreffer ein.

Fast hätte Schröder nachgelegt, als sie die Abwehr auf rechts überlief. Statt selbst den Abschluss zu suchen, wollte sie Jusu Bah bedienen, doch Carlsson verhinderte mit einer starken Rettungstat Schlimmeres.

Dieser Moment schien die "Bajen"-Abwehr zu stabilisieren, die bis zur Pause keine weiteren Chancen zuließ. Offensiv fehlte Hammarby jedoch die letzte Konsequenz: Ein Schlenzer von Reidy wurde pariert, ein Versuch von Svea Rehnberg war zu harmlos für Torhüterin Fanney Birkisdottir, und ein Kopfball von Fanny Peterson strich kurz vor dem Halbzeitpfiff am Tor vorbei.

Trainer William Stromberg verzichtete zur zweiten Hälfte auf Wechsel, und sein Team übernahm zunächst die Kontrolle. Mehr als ein knapp am Ziel vorbeifliegender Distanzschuss von Koivisto sprang dabei jedoch anfangs nicht heraus. Vier Minuten später war Anna Anvegard dem Ausgleich deutlich näher: Ihr Schuss vom Strafraumrand klatschte an den Pfosten, den Abpraller setzte Schroder auf der Gegenseite im direkten Gegenzug daneben.

Mit der Einwechslung von Vilde Hasund um die 60. Minute gewann Hammarbys Spiel an Kreativität, doch der entscheidende Pass blieb Mangelware. Koivisto und Elin Sorum vergaben aus der Distanz, während eine Flanke von Stina Lennartsson nur den Pfosten touchierte.

Das Team von Elena Sadiku, das bereits Eintracht Frankfurt im Halbfinale ausgeschaltet hatte, agierte in der Schlussphase routiniert. Hacken kontrollierte das Tempo und ließ lediglich einen ungenauen Kopfball von Lennartsson sowie einen sehenswerten, aber erfolglosen Angriff über Emilie Joramo (87.) zu.

Am Ende brachte Hacken – das Hammarby bereits in der Liga-Saison 2025 auf Distanz gehalten hatte – den 1:0-Vorsprung über die Zeit. Mit diesem fünften Sieg aus den letzten sechs direkten Duellen im Rücken geht „Getingarna“ als Favorit in das Rückspiel am Freitag, den 1. Mai, in Göteborg. Für Hammarby war es die erste Niederlage seit Oktober; sie müssen nun über sich hinauswachsen, um das Finale noch zu drehen.

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