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Ex-ÖFB-Teamchefin Fuhrmann schlägt vor Deutschland-Duell Alarm: "Haben zu wenige Mädchen-Teams"

Vor den anstehenden Spielen gegen Deutschland gilt Österreichs Frauen-Nationalteam als Außenseiter. Nach verpassten Teilnahmen an der WM 2023 und EM 2025 erscheint auch die Qualifikation für die WM 2027 aktuell schwierig. Ex-Teamchefin Irene Fuhrmann fordert gegenüber der dpa daher: "Jetzt ist sicher so eine Phase, wo wir schauen müssen, dass wir wieder den Anschluss finden."

Defizite im Nachwuchsbereich

Als zentrales Problem nennt Fuhrmann die geringe Anzahl an Mädchen-Teams. Viele Spielerinnen würden nach ihrer Zeit in Burschenteams aufhören, weil passende Angebote fehlen oder die Wege zu Vereinen zu weit sind.

Zwar hebt sie die Bedeutung der ÖFB-Frauen-Akademie in St. Pölten hervor, in der jährlich ausgewählte Talente gefördert werden, sieht aber zusätzlichen Bedarf: "Das hat einen unheimlichen Mehrwert für uns gehabt, um die besten Talente gezielt auszubilden." Gleichzeitig müsse die Breite stärker entwickelt werden.

Fehlende Strukturen und geringe Sichtbarkeit

In Österreich spielen rund 17.000 Mädchen und Frauen Fußball. Laut Fuhrmann fehlen jedoch passende Strukturen. Neben weiteren Ausbildungsangeboten sieht sie auch Lücken im Übergang zum Nationalteam, etwa durch das Fehlen einer U23-Auswahl.

Zudem bestehen weiterhin Unterschiede im Vergleich zum Männerfußball, etwa bei Rahmenbedingungen und Bezahlung. Zwar habe sich die Sichtbarkeit durch TV-Übertragungen leicht verbessert, insgesamt bleibe das öffentliche Interesse jedoch begrenzt.

Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind ein Faktor: Die Gehälter liegen deutlich unter internationalen Standards, weshalb viele Spielerinnen früh ins Ausland wechseln.

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