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Roberto Martínez im Profil: Workaholic mit Ballbesitz-Fetisch

Roberto Martínez (Portugal)

GEBURTSDATUM: 13. Juli 1973 

NATIONALITÄT: Spanien

IM AMT SEIT: Januar 2023

TAKTISCHES PROFIL: Dominanter Ballbesitzfußball

GRÖSSTE ERFOLGE ALS TRAINER: Gewinn FA Cup 2013 (Wigan Athletic), 3. Platz bei der WM 2018 (Belgien), EM-Viertelfinale 2024 (Portugal)

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Workaholic mit Ballbesitz-Fetisch

Von seinem Umfeld wird Roberto Martínez als absoluter Workaholic beschrieben. Das Trainerdasein ist für den Spanier mehr als nur ein Beruf – es ist eine Leidenschaft, der er alles unterordnet. Bei seinen bisherigen Stationen machte er sich durch stundenlange Videoanalysen ebenso einen Namen wie durch seinen unerschütterlichen Optimismus.

Während seiner Zeit in England wurde Martínez deshalba auch bald der Spitzname "Phenomenal" verpasst. Er war dafür berüchtigt, seine Mannschaft auch nach schwachen Leistungen öffentlich zu loben und als "phenomenal" zu bezeichnen. 

Diesem Spott zum Trotz hatte er in der Premier League enorme Erfolge vorzuweisen. Bei Swansea City verfolgte er zwischen 2007 und 2009 zielstrebig seine taktische Idee. Statt Kick and Rush wurde dort bald gepflegter Ballbesitzfußball gespielt. Mit einem ähnlichen Prinzip sollte er später Wigan Athletic sensationell zum Gewinn des FA Cups führen und den FC Everton von einem permanenten Abstiegskandidaten zu einem Anwärter aufs europäische Geschäft formen.

Der Sprung zu einem internationalen Spitzenverein blieb ihm aber immer verwehrt – wohl auch, weil Martínez mit seiner Prinzipentreue nur zu ausgewählten Teams passen würde. Doch bei der belgischen Nationalmannschaft konnte er seine Visionen weitestgehend ungestört verwirklichen. So gelang es ihm, die "Goldene Generation" um Kevin de Bruyne bei der WM 2018 immerhin bis ins Halbfinale zu führen.

Später folgte der Wechsel nach Portugal – als erster Spanier überhaupt sollte er das Starensemble um Cristiano Ronaldo endlich zu einem Titelanwärter formen. Dass seine Truppe die Gegner häufig dominiert und Martínez seine Pressekonferenzen mittlerweile auf Portugiesisch abhält, sorgt grundsätzlich für eine hohe Akzeptanz seiner Person – doch den Legendenstatus kann man sich im fußballverrückten Portugal natürlich nur mit einer Trophäe sichern.

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