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"Der Glaube ist da": Bayern freuen sich auf Duell der "besten Teams Europas"

Nach einem magischen Spektakel schworen sich die gefeierten Münchner Fußball-Helden schnell auf das nächste Gigantenduell ein. Das Halbfinale in der Champions League gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain sei die "allerschwierigste Aufgabe", sagte Vincent Kompany nach dem wilden 4:3 (2:3) im Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid. Aber, ergänzte der Trainer des FC Bayern vor der ultimativen Herausforderung: "Der Glaube ist da, dass wir das machen können."

Dass er selbst im Hinspiel-Kracher im Prinzenpark am 28. April (21.00 Uhr/Prime Video) gesperrt ist? Ärgerlich, aber "nicht wichtig. Die Mannschaft wird das lösen. Ich habe volles Vertrauen - und beim Rückspiel bin ich ja wieder dabei", betonte Kompany mit einem Lächeln.

Die Gelbsperre ihres Erfolgstrainers war bei den emotionalen Bayern nach einer nicht nur für Joshua Kimmich "sehr besonderen Nacht" ohnehin erst einmal Nebensache. Die Euphorie war nahezu grenzenlos. Es habe "gebrannt. Die Stimmung war gigantisch", betonte der Vize-Kapitän, nachdem Luis Díaz (89.) und Michael Olise (90.+4) die Allianz Arena mit ihren späten Toren in ein Tollhaus verwandelt hatten.

"Die besten Worte sind Bilder, wie die Jungs sich mit den Fans gefreut haben. Dieser totale Zusammenhalt war wichtig", lobte Kompany seine völlig losgelösten Stars nach einem "wunderschönen Abend".

"Besten Teams Europas treffen aufeinander"

Entsprechend beschwingt und stolz verließen die Bosse nach "einem Spektakel, von dem niemand wollte, dass es endet" (El País), das Stadion. "Das Spiel hat den Charakter dieser Mannschaft gezeigt. Wir können Fußball spielen, aber vor allem können wir uns wehren und stabil bleiben", schwärmte Sportvorstand Max Eberl. Das Spiel sei "in der Dramaturgie nicht zu überbieten" gewesen. Dieser Verein, ergänzte Eberl glückselig, "lebt extrem und steht zusammen. Das fühlt sich einfach großartig an."

Selbst zwei Patzer von Hinspiel-Held Manuel Neuer waren im kollektiven Überschwang kaum Thema. "In einem Spiel bist du der Hero, im anderen bist du am Anfang der Depp, weil du den Fehler machst", sagte Eberl gelassen. Neuer selbst wertete seinen Fehlpass auf Arda Güler nach 35 Sekunden als "Schweineball". Dabei konnte der 40-Jährige aber schon wieder lachen.

Und so richtete auch Neuer nach dem "Drama-Abend" den Blick Richtung PSG. "Das waren zuletzt Duelle auf Augenhöhe", sagte er. Seit dem Final-Triumph 2020 (1:0) hatte es in sieben Partien fünf Bayern-Siege gegeben, schmerzhaft war allerdings das Aus im Viertelfinale der Klub-WM 2025 mit dem Verletzungsschock um Jamal Musiala (0:2).

"Ich glaube, dass die beiden momentan besten Teams Europas aufeinandertreffen", unterstrich Kimmich und warnte vor dem Team um Weltfußballer Ousmane Dembélé: "Man muss schon sagen, dass die immer zur Primetime in Form kommen." Vorstandschef Jan-Christian Dreesen schob dem Titelverteidiger schnell die Favoritenrolle zu: "Wenn einer Favorit ist, dann Paris."

"Keine Topform von uns"

Zumal die offensiv so starken Münchner um die hochgelobten Torschützen Harry Kane, Olise und Díaz gegen Real defensiv einige Wackler hatten. "Es war keine Topform von uns. Wir haben viele Fehler gemacht", räumte Kimmich ein. Es überwiege aber, sagte Eberl, "wirklich die Euphorie und das positive Gefühl, was wir uns verdient haben auf dieser Reise".

Und diese Reise geht rasend schnell weiter. Schon am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) könnte sich der FC Bayern im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart vorzeitig die 35. Meisterschaft sichern. "Das würde diese Woche nochmal abrunden", meinte Eberl. Zudem steht am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF und Sky) das Pokal-Halbfinale in Leverkusen auf dem Münchner Festspiel-Programm. "Dass wir das mit der Meisterschale angehen können", so der Sportvorstand, "ist das nächste Ziel."

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