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Abstiegsschwindel im "Karussell": Wolfsburg nach Nullnummer weiter unter Druck

Vielleicht keine schlechte Idee. Nach dem ernüchternden 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach steht der VfL drei Spieltage vor Schluss noch immer auf einem direkten Abstiegsplatz. Und was jetzt kommt, hat es in sich: Auswärts beim SC Freiburg, zu Hause gegen Bayern München und dann ein mögliches Endspiel beim FC St. Pauli. Die Wölfe steuern auf ein nervenaufreibendes Finale zu.

Zum Match-Center: VfL Wolfsburg vs. Borussia Mönchengladbach

Während St. Pauli beim zweiten direkten Konkurrenten 1. FC Heidenheim verlor und somit eigentlich die Tür für die Wolfsburger aufstieß, hielt man sich in der Autostadt an den letzten verbliebenen Strohhalmen fest. Gegen Mönchengladbach habe man zumindest "seit langem mal wieder zu null gespielt und sehr, sehr konzentriert verteidigt", sagte Hecking nach dem Spiel. Viel mehr war es nicht. "Wir können uns leicht freuen, dass St. Pauli verloren hat, aber das ändert nicht wirklich was an unserer Situation", brachte es Dzenan Pejcinovic auf den Punkt.

Wimmer: Müssen "einfach dran glauben"

Die Situation ist verzwickt. Ein Punkt fehlt den Wölfen auf die Hamburger auf dem Relegationsplatz. Mit einem Sieg gegen Mönchengladbach hätte man drei Spieltage vor Schluss das Minimalziel Relegationsplatz wieder in der eigenen Hand gehabt. Stattdessen warten nun zwei schwer bis kaum lösbar erscheinende Aufgaben, ehe es am letzten Spieltag zum direkten Duell am Millerntor kommt.

"Wir müssen alles in der eigenen Hand behalten, um am letzten Spieltag einen Showdown liefern zu können", sagte Patrick Wimmer. Man müsse "einfach dran glauben".

Ein Abstieg in die 2. Bundesliga würde Wolfsburgs Selbstverständnis nach fast 30 Jahren Erstklassigkeit erschüttern – und mit Sicherheit personelle Folgen haben. Entsprechend dünnhäutig reagierte Hecking auf Zukunftsfragen.

Hecking kritisiert Journalisten-Fragen

"Nicht solche scheiß Fragen", rief der 61-Jährige im Vorbeigehen in Richtung der Journalisten, die Pejcinovic nach seiner Zukunft fragten. Auf der Pressekonferenz legte er nach und kritisierte, seine Spieler würden "ständig mit solchen Themen konfrontiert. In der jetzigen Situation nach so einem Spiel nach der Zukunft unserer Spieler zu fragen, finde ich nicht in Ordnung."

Die Fliehkräfte eines möglichen Abstiegs scheinen schon einzusetzen. Und doch bleibt die Hoffnung, sich irgendwie zu retten.

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