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"Wer interessiert sich denn für uns?" Elversberg ohne Druck im Aufstiegsrennen

Im beschaulichen Elversberg sind sie die prominenten Abgänge längst gewöhnt. Horst Steffen setzte sich vor der Saison bei Werder Bremen auf die Trainerbank, Torjäger Younes Ebnoutalib wechselte im Winter zu Eintracht Frankfurt – und jüngst trat Sportvorstand Ole Book die Nachfolge von Sebastian Kehl bei Borussia Dortmund an. Doch ungeachtet der namhaften Verluste bleiben die Saarländer auf Kurs, arbeiten in aller Ruhe weiter. Und träumen wieder einmal vom Sprung in die Bundesliga.

Vor dem Topspiel in der 2. Bundesliga am Sonntag (13:30 Uhr/Sky) gegen Spitzenreiter Schalke 04 liegt die SVE auf dem Aufstiegs-Relegationsrang drei, mit einem Sieg könnte sie den Königsblauen die Tabellenführung abnehmen. Von großer Anspannung ist in Elversberg aber nichts zu spüren.

Match-Center: Elversberg vs. Schalke

Nichts zu verlieren

"Druck? Ich habe keinen Druck", sagte Kapitän Lukas Pinckert der Saarbrücker Zeitung: "Egal ob wir gewonnen oder verloren haben, nach dem Spiel fahre ich nach Hause zu meiner Familie." Da spiele die Tabelle "keine Rolle".

Für die Elversberger ist die gute Ausgangslage im Endspurt nicht neu. Schon in der vergangenen Saison spielten sie lange um den Aufstieg mit, scheiterten erst in der Relegation am 1. FC Heidenheim. Nachdem im Sommer neben Steffen gleich mehrere Leistungsträger wie Leihspieler Fisnik Asllani den Verein verließen, befürchteten viele Experten den Absturz – zu Unrecht.

Im Saarland schätzen sie ihr entspanntes Arbeitsklima abseits des großen Trubels. "Wer interessiert sich denn für uns?", fragte Pinckert. Das seien "wir als Mannschaft und der Verein und vielleicht noch ein paar rundherum. Das war es. Wie soll denn da Druck entstehen." Und auch Coach Vincent Wagner startet gelassen in die Wochen der Wahrheit: "Was die Tabelle angeht, haben wir doch schon lange nichts mehr zu verlieren."

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