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Vor Finale in Leipzig: Glasner will Palace-Ära mit Conference-League-Titel krönen

Glasner hat den Stadtteilverein aus London seit seinem Amtsantritt 2024 in eine beispiellose Erfolgsphase geführt. Schon in seiner ersten kompletten Saison bescherte er dem Klub mit dem FA Cup den ersten großen Titel der 120-jährigen Vereinsgeschichte. Nach dem Triumph im Community Shield gegen Liverpool zu Beginn dieser Spielzeit könnte Glasner nun zum Abschied den ersten europäischen Titel der Südlondoner perfekt machen.

Zum Match-Center: Crystal Palace vs. Rayo Vallecano

Ein Finalsieg würde Palace zudem das Ticket für die kommende Europa League sichern. Ein Jahr zuvor war dem Klub das Startrecht nach dem FA-Cup-Sieg von der UEFA wegen der Regularien zu Multi-Klub-Besitzverhältnissen noch verwehrt worden.

Der 51-Jährige hatte bereits im Januar angekündigt, den Verein mit Vertragsende im Sommer zu verlassen – offenbar aus Protest gegen die Transferpolitik der Klubführung. Damit bleibt sich Glasner treu und wiederholt ein Muster aus seinen Stationen beim VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt: Auf den plötzlichen sportlichen Erfolg folgen Dissonanzen mit den Bossen und ein schneller Abgang.

Zahlt Glasner erneut mit Titel zurück?

Dabei bewies Palace-Präsident Steve Parish im Winter langen Atem. Trotz einer Durststrecke von zwölf sieglosen Spielen bis in den Februar hinein widerstand der Klub dem Reflex, Glasner vorzeitig zu entlassen. Selbst als die Stimmung auf den Rängen kippte und Glasner die Fans mit der Mahnung "Bleibt bescheiden. Vergesst nie, wo ihr herkommt" verärgterte, hielt Parish an ihm fest.

Dieses Vertrauen zahlte Glasner nun mit dem Einzug ins erste europäische Endspiel der Vereinsgeschichte zurück. Dass er im K.-o.-Fußball ein besonderes Händchen besitzt, bewies er bereits 2022 mit dem Europa-League-Sieg von Eintracht Frankfurt sowie dem Einzug ins DFB-Pokalfinale im Jahr darauf.

Im Gespräch mit der UEFA am Montag betonte Glasner, dass ein Triumph gegen Rayo Vallecano ein märchenhaftes Finale bereiten würde: "Ich hätte das Gefühl zu versagen, wenn die Mannschaft nach meiner Ankündigung nachgelassen hätte. Aber ich habe ihnen gesagt: 'Ihr müsst nicht für einen Trainer spielen.' Es wäre das perfekte Ende. Wenn man einen Film schaut oder ein Buch liest, hofft man schließlich immer auf ein Happy End. Diese über zweijährige Reise mit einem weiteren Pokal abzuschließen – dem ersten europäischen Titel der Vereinsgeschichte –, wäre einfach unglaublich."

Gegner Rayo hat Finalplatz "verdient"

Gegner Rayo Vallecano beendete die La-Liga-Saison zwar einen Punkt hinter dem Lokalrivalen Getafe, der sich damit regulär für die Conference League qualifizierte, kann den Nachbarn nun aber überflügeln: Mit einem Finalsieg würde Rayo zum zweiten Mal die Europa League erreichen.

Die Spanier, die ebenfalls ihr erstes europäisches Finale bestreiten, setzten sich im Halbfinale überraschend gegen das finanzstarke Racing Straßburg durch – wie Chelsea ein Klub der BlueCo-Gruppe. Während Außenseiter Rayo die Franzosen in beiden Spielen schlug, hatte Palace in der Gruppenphase noch eine 1:2-Niederlage gegen Straßburg einstecken müssen.

Glasner warnt daher vor dem Gegner: "Alle vier Teams im Halbfinale hätten es verdient gehabt, hier zu stehen, weil sie im gesamten Wettbewerb stark waren. Vallecano bildet da keine Ausnahme. Sie sind enorm schnell im Umschaltspiel, haben flinke Flügelstürmer und sind immer für ein Tor gut. Zudem kassieren sie nur sehr wenige Gegentreffer."

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