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Arsenal-Ekstase nach Sofa-Meisterschaft: Havertz & Co. außer Rand und Band

Als in Bournemouth endlich der Schlusspfiff ertönte, brach knapp 200 Kilometer nordöstlich in London bei Kai Havertz und Co. ein Jubelorkan los. Der Nationalspieler sprang wie wild auf und ab, fiel seinen Kollegen vom FC Arsenal um den Hals und brüllte seine Freude heraus. "Campeones, Campeones", sangen die neuen Meister mit einer Papp-Trophäe in der Hand, auf den Straßen Londons flossen bei den Fans gleichzeitig Tränen des Glück und der Erleichterung. Endlich hat das Warten ein Ende.

Es waren "22 lange Jahre für Arsenal", schrieb der britische Premierminister und bekennende Arsenal-Fan Keir Starmer bei X: "Aber endlich sind wir wieder da, wo wir hingehören. Meister!" Und eine weitere Krönung steht ja womöglich noch bevor: Im Champions-League-Finale treffen die Gunners am 30. Mai auf Titelverteidiger Paris Saint-Germain.

Doch an den kommenden Showdown in Budapest verschwendeten Havertz und Co. in ihrer Partynacht noch keinen Gedanken. Gemeinsam schauten sie im Trainingszentrum in Hertfordshire zu, wie Pep Guardiola mit Manchester City in Bournemouth (1:1) stolperte, mit vier Punkten Vorsprung und noch einem ausstehenden Spiel ist die Mannschaft von Teammanager Mikel Arteta nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.

Der Triumph sorgte in London für Ekstase, Tausende Fans feierten ausgelassen auf den Straßen, Spieler wie Mittelfeldstratege Declan Rice oder Stürmerstar Bukayo Saka mischten sich noch um fünf Uhr morgens unter die Party-Meute am heimischen Emirates-Stadion.

"Jeden Augenblick" genießen

Der Meister-Moment fühlte sich für Arsenal umso süßer und bedeutender an, weil die Londoner zuletzt drei Mal in Serie als Ligazweiter knapp gescheitert waren. Auch während dieser Saison schwächelten sie wieder, Zweifel und Spott kamen schon wieder auf - doch diesmal knallten die Champagnerkorken. "Ihr habt es geschafft! Champions machen weiter, wenn andere aufgeben. Das ist eure Stunde", sagte Arsenals-Trainerikone Arsene Wenger, der mit Jens Lehmann und seinen ungeschlagenen "Invincibles" 2004 die zuvor letzte Meisterschaft der Klubgeschichte gewonnen hatte: "Und jetzt geht raus und genießt jeden Augenblick".

Und das taten sie natürlich in vollen Zügen. Genau wie die Fans, das Bier floss in Strömen, Raketen stiegen in die Luft, die Nacht wurde zum Tag. "Ich habe es euch ja gesagt", meinte Rice voller Genugtuung: "Es ist geschafft". Und Saka meinte, dass Arsenals Kritiker jetzt "nicht mehr über uns lachen". In der Premier League steht nun am kommenden Sonntag noch das Schaulaufen bei Crystal Palace an, dann bekommen sie auch den echten Premier-League-Pokal überreicht.

Danach gilt dann der volle Fokus der Champions League, erstmals seit 20 Jahren stehen die Gunners im Finale der Königsklasse. Noch nie konnten sie den Pokal in den Himmel halten. "Ich hoffe", sagte Saka zuletzt, dass "die Geschichte in Budapest ein gutes Ende nimmt."

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