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Viel Arbeit, große Erwartungen: Krüger vor kniffligem HSV-Start

Shootingstar Luka Vuskovic? So gut wie weg. Edeltechniker Fabio Vieira? Verbleib ziemlich ausgeschlossen. Die Zukunft der Angreifer Ransford Königsdörffer, Robert Glatzel oder Jean-Luc Dompé? Offen. Die Arbeit stapelt sich bereits beim Hamburger SV, Kathleen Krüger steht als neue Sportvorständin sofort vor kniffligen Kader-Entscheidungen.

Aber immerhin sind die Kassen nicht komplett leer, wenn Krüger jetzt loslegt und die neue Mannschaft für die nächste Saison baut. Große Millionen-Transfers, die die 40-Jährige aus ihrer Zeit beim FC Bayern gewohnt ist, sind aber dennoch nicht drin. "Wir sind nicht reich, aber wir sind gesund. Und wir wollen weiterhin unseren vernünftigen und nachhaltigen Weg gehen", sagte Krügers für die Finanzen zuständiger Vorstandskollege Eric Huwer im NDR-Interview.

Leistungsträger nach einem Jahr wieder weg

Und deshalb wird Krüger, deren offizieller Arbeitsbeginn der 1. Juli ist, Vuskovic und Vieira, die beiden großen Garanten des Klassenerhalts, ziehen lassen müssen. Abwehrchef Vuskovic ist nur für die laufende Saison von Tottenham Hotspur ausgeliehen, wer den hoch veranlagten und erst 19 Jahre alten Kroaten kaufen möchte, muss schon jetzt tief in die Tasche greifen. "Meine Prognose ist, dass 70 Millionen Euro Ablöse für ihn nicht reichen werden", sagte Huwer. Und dabei ist die WM noch gar nicht gespielt.

Vieira ist ebenfalls ausgeliehen, doch theoretisch könnten die Hamburger den Mittelfeldstrategen vom FC Arsenal dank einer Kaufoption verpflichten. Doch zu dem im Vorjahr vereinbarten "Preis können wir es nicht machen", sagte Huwer. Es soll sich um rund 20 Millionen handeln. Am Wochenende werden beide wohl (vorerst) ihr letztes Spiel für den HSV machen. 

Zum Match-Center: Bayer Leverkusen vs. Hamburger SV

Anspruchsvoller Transfersommer voraus

Und so muss Krüger in Zusammenarbeit mit Sportdirektor Claus Costa neue Spieler finden, die im nächsten Jahr wieder für den Klassenerhalt oder auch ein bisschen mehr sorgen sollen. Doch gerade Krügers "strategisches Denken" hatte den HSV-Aufsichtsrat ja überzeugt, ihr den nach dem Abgang von Stefan Kuntz vakanten Posten anzuvertrauen. Und die Ex-Spielerin brennt nach 17 Jahren bei Bayern für die neue Aufgabe als erste feste Sportvorständin der Bundesliga. "Es ist ein echtes Privileg, den Hamburger SV, einen der ganz großen Namen im deutschen Fußball, künftig auf sportlicher Ebene entscheidend mitprägen zu dürfen", sagte Krüger nach ihrer Verpflichtung.

Und dazu wird nun gehören, den nötigen Ersatz für Vuskovic und Vieira zu finden. Und zu klären, wie es etwa mit Spielern wie Königsdörffer, Glatzel, Dompé oder auch Albert Grönbaek und William Mikelbrencis weitergeht. Die Leihspieler Damion Downs und Giorgi Gocholeishvili dürften den Klub nach einem Jahr wieder verlassen.

"Wir haben einen Umbruch", sagte Huwer, aber "wenn wir noch einmal eine solche Transferperiode hinlegen mit der Trefferquote wie im letzten Jahr, dann braucht sich keiner Sorgen machen". Die Erwartungen an Krüger sind groß.

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