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"Fußball ist verrückt": Leverkusen im Glück – Köln hadert mit sich und dem VAR

"Fußball ist ein bisschen verrückt manchmal", sagte Bayer-Trainer Kasper Hjulmand: "Letzte Woche hatten wir 36 Torschüsse und haben verloren. Heute haben wir ein bisschen Glück gehabt, einen guten Torwart und die drei Punkte."

Zum Match-Center: 1. FC Köln vs. Bayer Leverkusen

Die vergebene Riesenchance von El Mala (35.), ein strittiger Handelfmeter (43.), die Rettungsaktion auf der Linie von Edmond Tapsoba (90.+7) und ein Sahnetag von Ersatzkeeper Janis Blaswich - bei Bayer kam einiges an Glück zusammen. "Heute waren wir nicht die bessere Mannschaft, aber gewinnen am Ende. Das ist das, was zählt", sagte Kapitän Robert Andrich.

Köln hadert mit Handelfmeter

Die Kölner dagegen haderten. "Mit Said muss heute keiner sprechen, das weiß er selbst", sagte Trainer René Wagner mit Blick auf die Szene, als El Mala Blaswich bereits umspielt hatte und aus spitzem Winkel auf das leere Tor zulaufend nur den Pfosten traf. "Das ist für alle hier im Stadion ärgerlich, für uns genauso wie für ihn. Aber der Junge macht das nicht mit Absicht."

Ebenfalls keine Absicht war wohl im Spiel, als der Ball später an den angelegten Arm von Eric Martel sprang. Schiedsrichter Robert Hartmann entschied auf Elfmeter, eine Intervention des VAR blieb aus. Wagner und Martel konnten die Entscheidung "nicht nachvollziehen", der Schiedsrichter selbst den Frust verstehen. "Ich muss sagen, dass ich mich jetzt besser fühlen würde, wenn ich hier auf Weiterspielen entschieden hätte", sagte Hartmann bei Sky.

Immerhin: Es sei ein "Trostpreis", dass die Konkurrenz im Tabellenkeller ebenfalls nicht punkten konnte, meinte Kölns Torschütze Luca Waldschmidt, der mit seinem Joker-Treffer das Spiel noch einmal spannend gemacht hatte (77.). "Aber wir wollen es aus eigener Kraft packen und nicht hoffen, dass die anderen patzen."

Leverkusen hofft auf Schützenhilfe

Auf Patzer der TSG Hoffenheim und des VfB Stuttgart ist Bayer im Kampf um die Champions League sehr wohl angewiesen. "Wir müssen die letzten drei Spiele alle gewinnen und leider auch auf die anderen gucken", sagte Doppelpacker Schick (43./52.).

Dazu werden die Leverkusener, die drei Spieltage vor Schluss weiter auf Rang sechs stehen und nächste Woche ein schwieriges Heimspiel gegen RB Leipzig vor der Brust haben, mit Blick auf weitere Startplätze für die Bundesliga wohl auch dem FC Bayern in der Königsklasse und dem SC Freiburg in der Europa League die Daumen drücken.

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