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Gnabrys WM-Ausfall ein "großer Verlust": Nagelsmann hofft auf Musiala-Magie

Jamal Musiala schickte Serge Gnabry ein Herzchen. Dass der längst wieder flinkere Zauberfuß beim leidvollen Instagram-Beitrag seines Münchner Mitspielers auf den "Gefällt mir"-Button drückte, war selbstredend einzig ein Ausdruck tief empfundenen Mitgefühls – doch das bittere WM-Aus für Gnabry rückt Musiala unweigerlich noch mehr in den Fokus.

Das letzte seiner bislang 40 Länderspiele hat der 23-Jährige vor 13 Monaten bestritten, ehe ihn seine schwere Verletzung ausbremste. In seiner Abwesenheit hatte es Julian Nagelsmann gehalten wie sein Vor-Vorgänger Joachim Löw, der einst den Satz prägte: "Serge Gnabry spielt immer bei mir." Der 31-Jährige hat in jedem der acht Länderspiele der WM-Saison begonnen (vier Tore, zwei Vorlagen) – mal rechts, meist aber als Musialas Zehner-Vertreter.

Zahlreiche Mitleids-Bekundungen

Wenn die deutsche Nationalmannschaft im Sommer beim XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada nach dem fünften Stern greift, soll, ja muss Musiala wieder den Taktstock schwingen. Schließlich ist Gnabrys WM-Traum, wie er nach seiner Adduktorenverletzung am Mittwochabend wenig überraschend mitteilte, "leider vorbei".

Neben Musialas Herz flogen ihm zahlreiche weitere Liebesbekundungen aktueller und ehemaliger Nationalspieler zu, Nick Woltemade reagierte mit Traurig-Emojis, David Raum schrieb: "Zusammen für dich, Bro".

Sein Kumpel Gnabry, hatte DFB-Kapitän Joshua Kimmich zuletzt schon mit betrübtem Blick betont, werde nicht nur dem FC Bayern bei der Triple-Jagd "extrem" fehlen. "Es ist ein sehr großer Verlust als Fußballer und Mensch."

Entsprechend sprachlos war Rudi Völler, als er mit dem Bundestrainer Kontakt zu Gnabry aufnahm, um über dessen zweites verletzungsbedingtes Turnier-Aus in Folge zu sprechen. "Was sagt man da? Was schreibt man da?", meinte der DFB-Sportdirektor, viel mehr als ein "Kopf hoch", sei ihm nicht eingefallen. Auch Völler beklagte den Verlust des Offensivspielers, der "ein Garant" für die WM-Qualifikation war.

Musialas Stammplatz-Chancen steigen rasant

Gnabry, betonte der Münchner Sportvorstand Max Eberl, hätte beim Weltturnier sicher "eine sehr gute Rolle gespielt". Nagelsmann sprach daher von einer "ganz bittere Nachricht". Der Bundestrainer steht nun vor der Frage, wie er seinen Angriff ohne den Bayern-Star aufstellt. Musiala ist die naheliegende Lösung.

Die jüngsten Auftritte des Ausnahmekönners machen durchaus Mut. "Jamal wird von Woche zu Woche besser", sagte Völler: "Auch mit seinen Dribblings, das ist ja seine große Qualität." Jede Minute Einsatzzeit bei der bayerischen Triple-Jagd werde "ihm guttun, dass er dann eine gute WM spielt".

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