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Die "Lokomotive" rollt weiter: FC Bayern nach Pauli-Kantersieg bereit für Real

"Wir", betonte Goretzka nach dem lockeren 5:0 (1:0) des deutschen Rekordmeisters beim völlig überforderten FC St. Pauli, "wollen die einfach weiterrollen lassen". Nächste Haltestelle: Allianz Arena, Mittwochabend (21.00 Uhr/DAZN und Flashscore-Audiokonferenz), Viertefinal-Rückspiel in der Champions League gegen Real Madrid. Die Bayern, das machten sie am Samstagabend in Hamburg unmissverständlich klar, sind bereit. Nicht zuletzt, weil sie scheinbar unermüdlich nach Toren lechzen.

Zum Match-Center: FC St. Pauli vs. FC Bayern

"Ich finde es einfach schön", lobte Trainer Vincent Kompany die besondere Leistung seiner Mannschaft. Mit einem erneuten Sturmlauf hatten die Münchner ihren eigenen, 54 Jahre alten Bestwert geknackt - und ihr Liga-Torekonto in Hamburg auf unglaubliche 105 Saisontreffer hochgeschraubt. Schon am kommenden Wochenende können sie die Meisterschaft bei einem weiteren Patzer von Borussia Dortmund perfekt machen.

"Es ist unheimlich schwer, egal welchen Rekord bei Bayern München aufzustellen. Es ist fast unmöglich, es ist Wahnsinn, alles ist vom Allerhöchsten", betonte Kompany. Dass diese Mannschaft es trotzdem schafft, sei, so der Belgier, "ein gutes Zeichen für die Jungs".

Gerade vor dem erneuten Gigantentreffen mit Real. Trotz der "guten Ausgangslage" nach dem 2:1-Hinspielsieg im Bernabéu sei man schließlich "noch nicht durch", mahnte Sportvorstand Max Eberl. Die "kontrollierte Euphorie" der vergangenen Wochen und Monate nehmen die Bayern dennoch auch ins Rückspiel mit. Nicht nur wegen des Torrekords, für den Goretzka mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 gesorgt hatte.

Kimmich verweist auf Wochen der Wahrheit

Da war etwa Musiala, der sich mit einem Tor, einer Vorlage und seinem besten Spiel seit seinem Comeback nach schwerer Verletzung in aufsteigender Form präsentierte - und damit auch den von Oliver Kahn vorgeschlagenen WM-Verzicht ad absurdum führte. "Auf jeden Fall" wolle er mit der Nationalmannschaft zu dem Turnier im Sommer, betonte Musiala bei Sky. "Jede Minute, die ich nehmen kann, wo ich Gefühl in den Fuß, in die Beine wieder reinbekomme, tut mir gut", sagte er. Er fühle sich, so Musiala, "viel, viel besser als vor einem Monat".

Und dann waren da noch all die anderen Profis, die inmitten der Real-Duelle in die Mannschaft rotierten und nicht ansatzweise für einen Leistungsabfall sorgten. Neben Musiala (9.) und Goretzka (53.) waren in Hamburg etwa auch Nicolas Jackson (65.) und Raphael Guerreiro (88.) erfolgreich, zudem traf Michael Olise (54.). "Wir haben einige Spieler, die auf dem Platz stehen können und die performen, wenn es darauf ankommt", schwärmte Joshua Kimmich: "Und das wird jetzt auch wichtig sein für die nächsten Wochen."

Sicher ist: In der aktuellen Form scheinen die Bayern kaum zu stoppen. "Der Trainer sagt immer, dass wir gar nicht in der Lage sind, das einfach an- und auszuschalten – wir bleiben einfach immer angeschaltet", sagte Goretzka. Aktuell würden bei den Münchnern einfach "viele Kleinigkeiten" ineinander greifen, erklärte der 31-Jährige, "und irgendwann kommt diese Dynamik zustande. Wie eine Lokomotive, die ins Rollen kommt".

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