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Doppelpack der Ex-Kollegin: Brands Champions-League-Titeltraum platzt schon wieder

"Das Ergebnis ist unglaublich hart, es tut richtig weh", sagte die norwegische Nationalspielerin Ingrid Engen im Anschluss an das Finale im ausverkauften Ullevaal-Stadion von Oslo. Nachdem die Französinnen den angestrebten neunten Titelgewinn am Ende deutlich verpasst hatten, sprach aus Torhüterin Christiane Endler der pure Frust über den Spielverlauf: "Ich bin enttäuscht, weil ich nicht finde, dass das Resultat die Partie widerspiegelt."

Zum Match-Center: FC Barcelona vs. OL Lyonnes

Tatsächlich verlief das Spiel über weite Strecken ausgeglichen, doch die polnische Starstürmerin Ewa Pajor machte in ihrem sechsten Königsklassen-Endspiel per Doppelpack den Unterschied (55./69.). Mit elf Treffern holte sich die ehemalige Wolfsburgerin überlegen die Torjägerkrone.

Barcelona als Maß aller Dinge

"Das ist unglaublich - der beste Tag meines Lebens", sagte die 29 Jahre alte Pajor nach ihrem ersten Titel in der Champions League: "Von Anfang bis Ende war es ein hartes Spiel, aber wir haben so gut gespielt. Wir haben für den Sieg gekämpft - und genau das macht dieses Team jeden Tag. Wir kämpfen, um die beste Mannschaft der Welt u sein." Neben Pajor traf in der Schlussphase auch Salma Paralluelo noch zweimal (90./90.+3).

Barcelona, das im Halbfinale die Triple-Träume des FC Bayern zerstört hatte und zum sechsten Mal in Serie im Finale stand, schnappte sich nach 2021, 2023 und 2024 den vierten Titel und feierte nach dem Pokalsieg und der vorzeitigen Meisterschaft in Spanien das Triple. Es war das vierte Finale zwischen den beiden europäischen Schwergewichten: 2019 und 2022 hatte Lyon gewonnen, 2024 Barca.

Brand hatte mit Lyon im Viertelfinale ihren Ex-Klub VfL Wolfsburg ausgeschaltet und mit ihrem Tor im Halbfinal-Rückspiel gegen Titelverteidiger FC Arsenal den französischen Doublegewinner ins Finale geschossen. 2023 waren sie und Pajor noch in Reihen des VfL ebenfalls im Endspiel auf Barca getroffen, beim bitteren 2:3 nach 2:0-Halbzeitführung spielte Brand in Eindhoven aber keine Minute.

Nun sollte es anders laufen für die Pfälzerin. "Es ist ein großer Traum von mir", hatte Brand vor dem Endspiel dem SID gesagt: "Deswegen ist es schon sehr besonders, jetzt die Chance zu haben." Diesmal stand die 23-Jährige zwar über die komplette Spielzeit auf dem Platz, am Ende regierte aber wieder der Frust.

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